Polnische Meisterschaft 2019

Die polnische Meisterschaft 2019 fand dieses Jahr in Poznań (Posen) statt. Mit über 80 Kämpferinnen und Kämpfern stritten die Vereine aus allen Teilen Polens um die Platzierungen in den Kategorien Mannschaft und Einzel der Frauen bzw. Männer.

Am Samstag traten dann 17 Mannschaft mit je 5 Kämpfern bzw. Kämpferinnen an. Im vorgepoolten KO-System wurde dann die Meisterschaft am Samstag ausgefochten. Am Ende konnte sich Warszawski kendo klub 1 (Warschau) in einem sehr spannenden Finale knapp gegen Sopocki klub kendo (Sopot) durchsetzten und so den Titel als polnischer Mannschaftsmeister sichern.

Am Sonntag wurde dann die Meisterschaften im Einzeln für die Frauen und Männer ausgetragen. Auch hier gab es sehr spannende und technisch hochwertige Kämpfe, sodass selbst die Achtelfinal-Kämpfe in ihre Spannung den späteren Final-Kämpfen in Nichts nach standen. Am Ende gewann M. Bober vom Wrocławskie Stowarzyszenie Kendo ( Wrocław/Breslau) in der Meisterschaft der Frauen und M. Wronski vom Sopocki klub kendo (Sopot) bei den Männern.

Es war ein sehr schönes Wochenende und als Kampfrichter habe ich auch eine Menge gelernt und freue mich, dass das polnische Kendo sich so gut entwickelt.

Kendo Training in Korea 2019

Vielen Dank an Luca für deinen Bericht!

In den diesjährigen Herbstferien hatte ich das große Glück, für fünf Tage nach Korea reisen zu können, um die dortige Hauptstadt Seoul und die ferne Kultur kennen zulernen. Schon im ersten Moment, als ich von dieser Chance erfuhr, war für mich klar: Ich muss diese Gelegenheit unbedingt nutzen, um auch in der zweitstärksten Kendo-Nation einmal Kendo machen zu können.

Dank der Hilfe meines Trainers und der von Xenia Hwang, die in Seoul schon einige Kontakte hatte und mich ihnen netterweise vorgestellt hat, klappte es tatsächlich, und ich war in der Lage, 8000 Kilometer entfernt von Zuhause, an einem Kumdo (so nennt man Kendo in Korea) Training teilzunehmen. Während meines Aufenthalts in der 10-Millionen-Metropole trainierte ich insgesamt zweimal bei Master Nam Cheol Seo (8. Dan kyoshi) und einmal bei Master Young-ki Park (6. Dan), beide Lehrer waren extrem nett und haben mich sofort herzlich aufgenommen.

Neben dem lehrreichen Training gab es dann im Anschluss jeweils noch das landestypische Korean-Barbecue bei dem man über Kendo, Haxen und das Oktoberfest geredet hat.  Alles in allem war es eine sehr spannende Reise bei der ich viele tolle Leute kennengelernt und meinen Horizont ein Stück weit erweitert habe. 

Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!

Bergen Herbst Seminar mit Pomero Sensei

Ein Bericht von Peter.

Urlaub mit Familie und vollgepackter Bogu-Tasche funktioniert wunderbar! Nach Chicago im Sommer war es jetzt Norwegen. Vom 04. und 06. Oktober trafen sich Kendoka aus ganz Norwegen in Bergen, um unter der Anleitung des italienischen Kendo-Lehrers Walter Pomero Sensei (7. Dan kyoshi) zu üben und zu lernen.

Besonders interessierte mich, Erfahrungen im Bereich des Jodan-no-Kamaes zu sammeln, und hier war ich an der richtigen Adresse. Pomero-Sensei leitete sein Technik-Seminar mit Präzision, scharfem Blick für Details und einer gehörigen Prise Humor. Besonders hervorheben möchte ich die sympathisch bescheidene Art und das elegante Kendo des Senseis, was mich allein beim Zuschauen mit offenem Mund zurückließ.

Das Seminar mit besonderem Schwerpunkt auf Kihon-Waza und Oji-Waza war für alle Graduierungen (und Chudan-Kämpfer) lohnenswert, wirklich jeder konnte etwas aus dem Seminar mitnehmen. Besonderen Dank nochmal an Stefania und Iohannis für die fantastische Betreuung und Organisation. Und schließlich spielte das Wetter in der verregnetsten Stadt Europas mit (nur Sonnenschein!) und die Family hatte genug Vergnügungsmöglichkeiten, während Papa im Bogu schwitzte und ächzte (im positiven Sinne). Wir kommen nächstes Jahr wieder, Bergen!

ABKF Winter Seminar 2018

Die All Belgium Kendo Federation hatte auch dies Jahr das Winter-Seminar mit Lehrgang der unter Leitung von Hirakawa Sensei und Turnier veranstaltet und aus Hamburg nahmen Haruna und Akihiko vom Koan-Kendojo, Nora vom Alster-Dojo und Tobias vom TH-Eilbeck teil. Nachdem die Hamburger am Freitagabend bei ihrer Freundin Patricia aus Gent den Tag ausklingen ließen, war am Samstag ein langer Lehrgangs und Prüfungstag. Zwar hatte Tobias diesmal keinen Erfolg bei der Prüfung, wird aber nach den Tipps der Senseis demnächst wieder antreten.

Besonders erfolgreich verlief der Nakakura-Cup (Ippon-shobu Turnier) für die Hamburger. Dort konnte Akihiko im Einzelturnier der Männer den dritten Platz erkämpfen. Das Team Astra mit Haruna, Nora und Akihiko erreichte sogar das Finale und konnte sich einen sehr guten zweiten Platz sichern. Ein schönes Turnier, ein schöner Lehrgang und das Treffen mit alten und neuen Freunden werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und freuen uns schon auf 2019.

#kendo #belgien #lehrgang #turnier  #kendohamburg #brüssel #gent

Vratislavia Cup 2018

Dieses Jahr waren wieder die Hamburger – wie im letzten Jahr – vertreten, doch diesmal in einer noch größeren Besetzung. Mit Nora vom Alster-Dojo, Koki, Soichiro und Akihiko vom Koan-Kendojo und Tobias vom TH-Eilbeck entsendete Hamburg eine wettkampferfahrene Gruppe. Den ersten Dämpfer gab es leider gleich zu Beginn auf der Hinfahrt nach Wroclaw: durch einen schweren Autounfall wurde die Autobahn bei Schwarzenbek vollständig gesperrt, sodass die Fahrt erst mit großer Verspätung fortgesetzt werden konnte. Die Gruppe erreichte dann ihr Ziel erst gegen 04.30 Uhr und bekam so nur ein paar Stunden Schlaf bis zum Start des Turniers, welches mit der Kategorie Einzelwettkämpfe begann.

Das Turnier fing mit dem Einzel der Frauen an, sodass Nora gleich zu Beginn gekämpft hat. Sie konnte sich souverän aus ihrem Pool heraus kämpfen, hatte jedoch danach in der ersten KO-Runde gegen die ehemalige, langjährige Nationalkämpferin Anna das nachsehen. Bei den Männer konnten sich Akihiko, Koki und Tobias aus ihren Pools heraus kämpfen. Soichiro hat trotz guter Leistung nur knapp den Einzug in die KO-Runde verpasst. Tobias und Akihiko trafen in der ersten KO-Runde auf einander und Akihiko konnte sich danach bis ins Viertelfinale durch kämpfen und hat hier knapp den Einzug ins Halbfinale verpasst. Ähnlich erging es auch Koki, der im Viertelfinale auf Tino traf. Tino sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung den Sieg. Am Ende des Tages verlieh die Kampfrichterjury Akihiko für seine überzeugenden Kämpfe den Kampfgeistpreis (Kantosho). Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen mitten im Zentrum von Wroclaw, jedoch nicht ohne danach noch gemeinsam mit den polnischen Freunden das Tanzbein zu schwingen.

Am Sonntag stand das Team-Turnier an und Nora und Tobias starteten als Team Holsten Hamburg, während das Team Astra aus Koki, Akihiko und Soichiro bestand. Beide Teams konnten sich aus ihren Pools heraus kämpfen, wobei besonders zu erwähnen ist, das Nora und Tobias dies trotz Unterzahl geschafft haben. Im Achtelfinale trafen Nora und Tobias auf das Frauen Team aus Manchester und unterlagen mit nur einem Punkt. Das Team Astra hingegen bezwang auf seinem Weg ins Halbfinale unter anderen die sehr starken Teams aus Warschau (WKK) und Danzig (Furokan). In einem sehr spannenden Halbfinale gegen das internationale Team Octopus, bestehenden aus aktuellen sowie ehemaligen Mitgliedern der französischen und polnischen Nationalmannschaften it nur einem Punkt unterschied hatten die Hamburger das Nachsehen, in diesem Kampf der zwei mehr als ebenbürtigen Mannschaften. Das Team Turnier gewann dann Octopus und so endete ein spannendes, anstrengendes und schönes Wochenende und alle Hamburger möchten dann auch wieder im nächsten Jahr dabei sein.

London Cup 2018

Mit Teilnehmern aus zahlreichen europäischen Ländern, wurde am 05. und 06. Mai der London Cup, veranstaltet vom Tora Dojo London, ausgetragen. Auch die Hamburger vom Koan-Kendojo und vom TH-Eilbeck nahmen zusammen mit den Freunden vom London Kenyukai Dojo teil. Zusammen mit Park-Sensei und weiteren Freunden bildeten wir zwei Mannschaften und konnten uns alle aus unseren Pools heraus kämpfen. Besonders das Team mit Koki und Akihiko haben in einem sehr spannenden K.O.-Kampf gegen das französische Team Woodwise das Weiterkommen mit nur einem Treffer Unterschied verpasst. Auch das Team mit Tobias musst sich am Ende geschlagen geben, wobei auch in diesem Kampf der Punkteunterschied sehr gering war. 

Der 06. Mai war der letzte Turniertag und es wurden der Einzelwettbewerb ausgetragen, welcher allerdings gleich als K.O.-Modus statt fand.Tobias und Akihiko mussten sich gegen den späteren Sieger Bertout  aus Frankreich geschlagen geben, wobei Koki es bis ins achtel Finale schaffte und dort auf Hosoya, ebenfalls aus Frankreich, traf und dort unterlag. Zwar mussten die Hamburger ohne Platzierung dann die Heimreise antreten, aber dafür hatten sie umso schönere Erfahrungen gesammelt, neue Freundschaften geschlossen und alte gefestigt. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen mit Park-Sensei und anderen Freunden und auch deshalb freuen sich die Hamburger auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein und die faszinierende Stadt London erneut zu besuchen.

Ein riesen Dankeschön an Park-Sensei für seine Gastfreundschaft und Hilfe, damit wir ein schönes Wochenende und ein spannendes Turnier erleben durften.

Link
www.londoncup.co.uk
www.kenyukai.london
www.torakendo.co.uk

Kendo Seminar mit Kim Sensei in London, Juli 2017

Das Dojo Kenyukai in London hat vom 14. Juli bis zum 16. Juli ein Seminar mit Kim Kyung-Nam Sensei aus Korea veranstaltet. Kim Sensei hat lange in der Nationalmannschaft Koreas gekämpft und unterrichtet Kendo in verschiedenen Ländern. Dazu unterstützten Kim Sensei noch O’Donnell Sensei und Hiyama Sensei aus dem Vereinigtem Königreich beim Seminar.

Inhaltlich gab es drei Teile, wobei am Freitag godo-keiko, am Samstag kihon und am Sonntag shiai keiko geübt wurde. Jeder Tag hatte mit dem unterschiedlichen Schwerpunkten und spezifischen Techniken für alle Graduierungsstufen was zu bieten. Am Samstagabend gab es ausreichend Gelegenheit, das bisher erlernte bei einer gemeinsamen Sayonara-Party zu besprechen und dazu die leckeren Speisen zu genießen.

So kam es, dass nach drei Tagen intensiven Trainings das Seminar mit einem kurzen shiai am Sonntag beendet wurde und alle mit sehr viele Ideen und Impulsen für das kommende Training mit nach Hause nehmen konnten. Einen besonderen Dank an Kim Sensei für das Semiar und besonders an Young Park, der alles organisiert hat. Bis zum nächsten Mal!

Vratislavia Cup 2017

Der Vratislavia Cup  ist ein Kendo-Turnier in Wroclaw und es gab auch dieses Jahr wieder viele spannende Kämpfe zu sehen. Aus Hamburg nahmen Koki Nakashima, Akihiko Ito vom Koan-Kendojo Hamburg 宏安剣道場 und Tobias Schliemann vom Turnerbund Hamburg-Eilbeck e.V. (T.H.-Eilbeck e.V.) Teil. Alle konnten sich in der Kategorie Open Dan aus den Pools raus kämpfen und Koki musste sich im Viertelfinale gegen den spätere Sieger Bosak geschlagen geben. Akihiko konnte sich sogar bis auf Platz drei vorkämpfen und Unterlag nach einem langen Encho ganz knapp. Nach einem so wettkampfreichen Tag und einem gemeinsamen Jigeiko durften alle auf der Sayonara Party ausgelassen feiern.

Der zweite Turniertag ist dann mit den Team Wettkämpfen zu Ende gegangen. Das Team „Astra Hamburg“ mit Koki Nakashima, Akihiko Itoh und Tobias Schliemann vom konnten sich bis ins Halbfinale kämpfen. Dort unterlagen die Hamburger mit nur einem Punkt gegen das Team aus Warschau und erreichten so den dritten Platz. Ein tolles Turnier und alle freuen sich auch im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein.

Kendo Europa-Meisterschaft 2017 in Budapest

Vom 12. Mai bis zum 14. Mai wird die 28. Kendo-Europameisterschaft in Budapest ausgetragen. Teams aus nahezu allen europäischen Ländern entsenden ihre Teams um die künftigen Sieger in den Kategorien Junior, Frauen und Männer zu ermitteln. Alle Infos zum Turnier sind auf der Seite der ungarischen Kendo-Föderation zu finden.

Die EKF (Europäische Kendo Föderation) bietet einen Live Stream an, der hier zu finden ist. 

Allen Teams viel Erfolg!

 

Iijima-Cup 2017 in Amsterdam

Der Iijima-Cup in Amsterdam ist das größte Kendo-Turnier der Niederlande und lockte auch 2017 wieder Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern, neben den Niederlanden voriegend aus Frankreich, Deutschland, Polen, Belgien und Groß Britannien. Das Turnier findet über 2 Tage statt, der Samstag ist den Einzelwettkämpfen in den Kategorien Kyu, Frauen und Männer gewidmet, am Sonntag steht der Teamwettkampf im Mittelpunkt.

Das Niveau ist hoch, viele Länder nutzen das Turnier als Test für ihre Nationalmannschaften. Aus Hamburg nahmen die Eilbecker Kendoka teil und Sie hatten einen wortwörtlichen Tagesausflug vor sich. Aufgrund des Anfängerkurses war nur die teilnahme am SA möglich und so hieß es: morgens hin – abends zurück! Abfahrt um 04:00. Shinaicheck ab 09:00. Neben den spannenden Wettkämpfen, konnten wir unsere Kendo-Freunde aus den verschiedenen europäischen Ländern wiedersehen, was den Schmerz über unsere eigene Turnierperformance ein wenig linderte.

Auf der Sayonara-Party irgendwo im Wirrwarr der berühmten Grachten und noch viel verwirrenderen Einbahnstrassen wurden dann neue Kendofreundschaften geschlossen. So konnten wir nach dem Abendessen gestärkt unseren Heimweg antreten und entsprechend spät in der Nacht gegen 03:30 wieder in Hamburg eintreffen.