Archiv Oktober 31, 2019

Kendo Training in Korea 2019

Vielen Dank an Luca für deinen Bericht!

In den diesjährigen Herbstferien hatte ich das große Glück, für fünf Tage nach Korea reisen zu können, um die dortige Hauptstadt Seoul und die ferne Kultur kennen zulernen. Schon im ersten Moment, als ich von dieser Chance erfuhr, war für mich klar: Ich muss diese Gelegenheit unbedingt nutzen, um auch in der zweitstärksten Kendo-Nation einmal Kendo machen zu können.

Dank der Hilfe meines Trainers und der von Xenia Hwang, die in Seoul schon einige Kontakte hatte und mich ihnen netterweise vorgestellt hat, klappte es tatsächlich, und ich war in der Lage, 8000 Kilometer entfernt von Zuhause, an einem Kumdo (so nennt man Kendo in Korea) Training teilzunehmen. Während meines Aufenthalts in der 10-Millionen-Metropole trainierte ich insgesamt zweimal bei Master Nam Cheol Seo (8. Dan kyoshi) und einmal bei Master Young-ki Park (6. Dan), beide Lehrer waren extrem nett und haben mich sofort herzlich aufgenommen.

Neben dem lehrreichen Training gab es dann im Anschluss jeweils noch das landestypische Korean-Barbecue bei dem man über Kendo, Haxen und das Oktoberfest geredet hat.  Alles in allem war es eine sehr spannende Reise bei der ich viele tolle Leute kennengelernt und meinen Horizont ein Stück weit erweitert habe. 

Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!

Bergen Herbst Seminar mit Pomero Sensei

Ein Bericht von Peter.

Urlaub mit Familie und vollgepackter Bogu-Tasche funktioniert wunderbar! Nach Chicago im Sommer war es jetzt Norwegen. Vom 04. und 06. Oktober trafen sich Kendoka aus ganz Norwegen in Bergen, um unter der Anleitung des italienischen Kendo-Lehrers Walter Pomero Sensei (7. Dan kyoshi) zu üben und zu lernen.

Besonders interessierte mich, Erfahrungen im Bereich des Jodan-no-Kamaes zu sammeln, und hier war ich an der richtigen Adresse. Pomero-Sensei leitete sein Technik-Seminar mit Präzision, scharfem Blick für Details und einer gehörigen Prise Humor. Besonders hervorheben möchte ich die sympathisch bescheidene Art und das elegante Kendo des Senseis, was mich allein beim Zuschauen mit offenem Mund zurückließ.

Das Seminar mit besonderem Schwerpunkt auf Kihon-Waza und Oji-Waza war für alle Graduierungen (und Chudan-Kämpfer) lohnenswert, wirklich jeder konnte etwas aus dem Seminar mitnehmen. Besonderen Dank nochmal an Stefania und Iohannis für die fantastische Betreuung und Organisation. Und schließlich spielte das Wetter in der verregnetsten Stadt Europas mit (nur Sonnenschein!) und die Family hatte genug Vergnügungsmöglichkeiten, während Papa im Bogu schwitzte und ächzte (im positiven Sinne). Wir kommen nächstes Jahr wieder, Bergen!